Die NINERS haben endlich einen Cheftrainer gefunden und der neue Mann an der Seitenlinie ist ein guter, alter Bekannter. Nach langen Verhandlungen unterschrieb Torsten Loibl einen Vertrag für die für die nächsten beiden Spielzeiten. „Ich war während der vergangenen Saison oft als Zuschauer in der Halle, doch nach anderthalb Jahren spüre ich wieder das Bedürfnis, ein Team zu coachen. Trotz einiger Angebote haben meine Familie und ich uns gegen ein Leben in Japan oder anderswo im Ausland entschieden. Mein Engagement in Chemnitz ist eine echte Herzenssache und mit dem Zweijahresvertrag wollte ich klarstellen, dass ich nicht nur als Helfer in der Not oder Lückenfüller komme“, sagt ein gut gelaunter Loibl.
Die Verpflichtung des 38-Jährigen sorgt auch bei der BV-Führung um Geschäftsführer Wolfgang Leibiger und Präsident Detlef Müller für große Freude: „Torsten Loibl war die ganze Zeit unser absoluter Wunschkandidat. Keiner kennt Chemnitz und die besonderen Umstände hier so gut wie er. Wir haben jetzt für die nächsten zwei Jahre Planungssicherheit und wollen den Verein gemeinsam voranbringen.“ Die Perspektive war auch für Loibl selbst ein entscheidendes Argument: „Mein persönliches Ziel ist es, dass die NINERS wie in früheren Jahren wieder attraktiven und möglichst erfolgreichen Basketball in einer vollen Hartmann-Hölle spielen. Dafür müssen alle an einem Strang ziehen und diese Bereitschaft spüre ich.“
Loibl war bereits von 2002 bis 2006 Cheftrainer der BV Chemnitz 99. In dieser Ära avancierten die NINERS vom Liganeuling zum Spitzenteam der zweithöchsten deutschen Spielklasse. Anschließend zog es den ambitionierten Sachsen nach Japan, wo er mit Toyota Alvark umgehend das Double holte und im nächsten Jahr sowohl Vizemeister als auch Vizepokalsieger wurde. Derweil lief die Entwicklung bei den NINERS genau in die entgegengesetzte Richtung und endete 2008 beinahe mit dem Abstieg. In dieser schwierigen Situation übernahm Loibl erneut das Ruder, lotste Ausnahmespieler wie Nikita Khartchenkov oder Nate Gerwig nach Chemnitz und führte das Team prompt in die obere Tabellenhälfte zurück. Allerdings nahmen Trainerjob und zahlreiche Projekte in Japan auf Dauer zu viel Zeit in Anspruch und so versuchte Loibl mit Anton Mirolybov einen geeigneten Nachfolger zu installieren. Der Finne konnte die sportlichen Erfolge nahtlos fortführen, bat jedoch im April dieses Jahres aus persönlichen Gründen überraschend um eine Vertragsauflösung.
Hier gibt’s die vollständige Pressemitteilung und einen Videobeitrag.
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